Aktuelle Themen im Kreisgebiet

 

Von der Hochschulstadt bis zum ländlichen Raum

Rund 70.000 Einwohner zählt Aschaffenburg und im Landkreis kommen noch 175.000 Menschen hinzu. Die SPD stellt den Oberbürgermeister in der auch von Studenten geprägten Hochschulstadt, aber die CSU den Landrat bei den eher bodenständig-konservativen Bewohnern im ländlichen Raum. 2013 holte die AfD im Kreis bei der Bundestagswahl auf Anhieb 4,1 Prozent der Zweitstimmen. Das war deutlich mehr, als bei der Linken oder den Piraten und etwa halb so viel, wie die Grünen erreicht hatten. Schon bei der Eurapawahl 2014 konnte der Stimmenanteil mit 8,4 Prozent mehr als verdoppelt werden. Im Herbst 2017 will die AfD im Kreis mindestens drittstärkste politische Kraft bei den Zweitstimmen werden.

 

Im Einflussbereich der Rhein-Main-Metropolregion

Der Westen des Landkreises liegt noch im Einflussbereich der Frankfurter Rhein-Main-Metropolregion, was sich bei den Wirtschaftszahlen, der guten Verkehrsanbindung, den Arbeitsplätzen oder hohen Wohnungsmieten zeigt. Der ländlich strukturierte Osten zwischen Schöllkrippen und Dammbach dagegen ist geprägt von viel erholsamer Natur und Tourismus, aber auch von schmalen Straßen mit Schlaglöchern, von weiten Wegen zu Ärzten oder Supermärkten und von immer öfter leer stehenden, verfallenden Häusern und Höfen. Es gibt im Gegensatz zu Aschaffenburg im Spessart noch Funklöcher beim Handyempfang oder viel zu langsames Internet.

 

Umstrittener Ausbau der B 26

Die Strukturen im gesamten Landkreis geben viele Schwerpunkte der politischen Themen in Wahlkämpfen vor. Dazu gehört die Planung einer neuen Bahnstrecke im Bereich Hanau-Fulda-Würzburg, die Zukunft der Maintal-Bahnstrecke, der umstrittene Ausbau der B 26, die Entwicklung und Finanzierung der Krankenhausversorgung oder die Neuausschreibung der Buskonzessionen im öffentlichen Nahverkehr.

 

Wohnungseinbrüche beunruhigen Bürger

Starke Antworten von Polizei und Politik erfordern zudem die Kriminalitätsschwerpunkte in der Aschaffenburger Innenstadt oder links und rechts der Autobahn A 3, wo sich Wohnungseinbrüche auch in den kleinen Orten häufen oder Blitzeinbrüche und Fälle von gesprengten Geldautomaten. Wahlkampfthema könnte auch der Streit um einen Nationalpark im Spessart werden oder wie man den 5.500 Arbeitslosen in Stadt und Kreis zu einem Job verhelfen kann.  

 

Bevölkerung aus 120 Nationen

Im Landkreis Aschaffenburg leben laut Ausländerbeirat Menschen aus 120 Nationen.  Der Anteil von Asylbewerbern, Migranten oder Ausländern ist wohl in Aschaffenburg am deutlichsten zu sehen. Dort gibt es auch ein halbes Dutzend Moscheen. Die große Zahl an Asylbewerbern jedoch wurde dezentral über den gesamten Landkreis verstreut. Auf angemietete Wohnungen, ehemalige Pensionen und unrentabel gewordene Hotels. Derzeit soll eine neue Gemeinschaftsunterkunft in Bessenbach entstehen. In Unterfranken leben momentan 11.200 Zuwanderer in staatlich organisierten Unterkünften. Neben gesellschaftspolitischen Spannungen führt das auch zu enormen Kosten. Rund 1.000 Euro kostet ein Asylbewerber pro Monat, Minderjährige sogar 4.000 Euro wegen der intensiveren Betreuung. Im Haushalt des Landkreises klafft gleichzeitig für 2017 eine Finanzierungslücke von sechs Millionen Euro.

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