"Kleiner Eklat" im Kreisausschuss

ASCHAFFENBURG, 29.10.2026 Im Kreisausschuss am 26. Oktober 2026 stand auf Tagesordnungspunkt 2 ein Bericht zum Aktionszeitraum „Nein zu Gewalt“.

Die Gleichstellungsbeauftragte Caroline Ruck stellte unter anderem die gemeinsame Studie von Bundesfamilienministerium, Bundesinnenministerium und BKA vor, nach der die Gewalterfahrungen von Frauen seit 2020 zugenommen haben.

 

In der anschließenden Diskussion äußerte sich Christine Scheel zu den möglichen Ursachen. Nach unserem Eindruck stellte sie dabei einen Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Gewalt gegen Frauen und dem Auftreten einer „bestimmten politischen Kraft“ her.

 

Um diese Äußerung richtig einzuordnen, stellte unser Fraktionssprecher im Anschluss an unser Statement zur Studie folgende Nachfrage an Frau Scheel: „Habe ich das richtig verstanden, dass Sie eine bestimmte Partei für die gestiegene Häufigkeit von Gewalt gegen Frauen verantwortlich machen? Woran machen Sie das fest und welche Partei meinen Sie?“

 

Frau Scheel wies diese Nachfrage entschieden zurück und erklärte, das sei eine böswillige Unterstellung; so habe sie sich nicht geäußert. Klaus-Uwe Junker erwiderte: „Das habe ich Ihnen überhaupt nicht unterstellt. Ich habe nur nachgefragt, ob ich das so richtig verstanden habe und von welcher Partei Sie sprechen.“

 

Frau Scheel antwortete sinngemäß: „Na, von Ihrer. Sie müssen doch nur mal die Beiträge im Bundestag anhören.“

 

Daraufhin griff der Sitzungsleiter, Landrat Dr. Alexander Legler, ein. Nach unserer Erinnerung erklärte er sinngemäß: „Da gibt es nur eine im Bundestag, die AfD. Hören Sie sich die Debattenbeiträge der AfD im Bundestag an, dann wissen Sie, wovon wir sprechen.“

 

Diese Äußerung des Landrats möchten wir nicht unkommentiert stehen lassen. Die Redebeiträge im Deutschen Bundestag sind umfassend dokumentiert: Zu jeder Plenarsitzung existiert ein wörtliches Stenografisches Protokoll; seit der 16. Wahlperiode werden zudem Videoaufzeichnungen geführt. Beides ist öffentlich zugänglich.

 

Wir werden daher zunächst nachfragen, ob wir den Landrat richtig verstanden haben. Zugleich bieten wir ihm die Möglichkeit, seine Äußerung anhand konkreter Bundestagsdebatten zu präzisieren oder sie ggf. richtigzustellen.

 

Darüber hinaus werden wir beim Bundestagspräsidium beziehungsweise bei der Bundestagsverwaltung nachfragen, ob es in den vergangenen sechs Jahren Aussagen von AfD-Abgeordneten gegeben hat, die als Aufruf zu häuslicher, körperlicher oder sexueller Gewalt gewertet wurden und mit einem Ordnungsruf oder Ordnungsgeld geahndet wurden.

 

Die politische Auseinandersetzung im Bundestag wird von allen Parteien oftmals hart geführt, besonders seit mit der AfD wieder eine echte Opposition im Parlament vertreten ist. Die AfD lehnt Gewalt im gesellschaftlichen Miteinander und in der Politik ab – unabhängig davon, ob sie aus dem linken, rechten oder demokratischen Spektrum kommt und ob sie sich gegen Frauen, Männer oder Kinder richtet. Staatliches Handeln zur Durchsetzung von Recht und Ordnung hat selbstverständlich im Rahmen der Gesetze zu erfolgen.

 

Klaus-Uwe Junker, Bernhard Sell,
Vertreter der AfD-Fraktion im Kreisausschuss des Kreistages

BKA: Politisch motivierte Kriminalstatistik

Textauszug aus JUNGE FREIHEIT vom 10.10.2026
 

Das BKA, seltsame Zahlen und eine politisch motivierte Kriminalstatistik.

 

"Wenn deutsche Presseorgane gebetsmühlenhaft wiederholen, dass die meiste Gefahr im Bereich der politischen Kriminalität vom Rechtsextremismus ausgeht, stellt sich der deutsche Mediennutzer Springerstiefel, Skinhead-Glatze und Hakenkreuz, in weniger schlimmen Fällen womöglich eine AfD-Mitgliedschaft vor. Wer nach der größten und gefährlichsten rechtsextremen Bewegung hierzulande recherchiert, für den ändert sich das Bild.

 

Nicht Wehrsportgruppen in den dumpfen Tiefen der ostdeutschen Provinz spuckt die Suche aus, sondern die türkisch-nationalistisch-islamistische Gruppierung Graue Wölfe. [...] Auffällig ist die massive Zunahme antisemitischer Delikte seit dem Angriffskrieg der Hamas gegen Israel. Der Verdacht: Hier ist muslimisch geprägter Judenhass am Werk. [...]


Immerhin räumt das BKA im Juli 2026 beim vierten Auskunftsersuchen der JF ein, dass mehr als ein Drittel der rechtsextremen Straftätern zugeschriebenen antisemitischen Gewaltakte auf Tatbeteiligte ohne deutschen Pass entfallen. Die gleiche Tendenz ergibt genaueres Hinsehen bei den 1.248 Körperverletzungsdelikten,die laut dem am 30. Juni vorgelegten Bericht rechtsextremen Gewalttätern zur Last gelegt wurden: „Bei 400 Körperverletzungsdelikten“, so ein Sprecher des BKA, „wurde mindestens (auch) ein Tatverdächtiger ohne deutsche Staatsangehörigkeit erfasst.“
Wie viele der rechtsextremen Gewalttäter neben der deutschen noch eine weitere Staatsangehörigkeit haben, bleibt so Spekulation.

 

Die Nachfrage beim BKA ist wieder fruchtlos: Das BKA antwortete, dies erfordere „die manuelle Prüfung eines jeden einzelnen Sachverhalts. Eine solche Sonderauswertung kann zur Beantwortung einer Presseanfrage aufgrund des unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwands nicht erstellt werden."

 

JF: Dietmar Mehrens
Den ganzen Artikel finden Sie hier:   https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2026/das-bka-seltsame-zahlen-und-eine-politisch-motivierte-kriminalstatistik/

 

Sechs Monate AfD im Stadtrat Aschaffenburg

ASCHAFFENBURG, 28.09.2026.

Seit einem halben Jahr ist die AfD mit sechs Mandaten im Aschaffenburger Stadtrat vertreten – ein deutlicher Zuwachs, der die politische Landschaft der Stadt spürbar verändert hat.

 

Die Fraktion hat sich als klare und konstruktive Oppositionskraft etabliert, die Missstände offen anspricht, Transparenz einfordert und zentrale Zukunftsthemen der Stadt auf die Tagesordnung setzt.

 

Besonders im Bereich der Infrastruktur zeigt sich die Wirkung der AfD deutlich: Der jahrzehntelang verschleppte Investitionsstau, etwa bei der Kläranlage mit einem Investitionsbedarf von rund 140 Millionen Euro, wurde von der Fraktion wiederholt thematisiert und in den Fokus der öffentlichen Diskussion gerückt. Auch die geplante Schließung der Naturkita „Wunderwiese“ nach nur zwei Jahren Betrieb hat die AfD zum Anlass genommen, eine umfassende Aufarbeitung von Planung, Kosten und Betrieb zu verlangen.

 

Neben der inhaltlichen Arbeit setzt die AfD auf Bürgernähe. Die Fraktion ist auf Volksfesten, Stadtfesten und zahlreichen Veranstaltungen präsent, sucht den direkten Austausch und stärkt ihre lokale Verankerung. Diese Präsenz zeigt Wirkung: Die AfD wird zunehmend als feste Größe im politischen Leben der Stadt wahrgenommen.

 

Obwohl die AfD keine Mehrheiten bilden kann, ist ihre Rolle klar: Sie setzt Themen, fordert Antworten ein und sorgt dafür, dass Entscheidungen der Verwaltung und der etablierten Fraktionen kritisch hinterfragt werden. Nach sechs Monaten lässt sich festhalten:

 

Die AfD ist gekommen, um zu bleiben – als Stimme für Transparenz, Vernunft und eine verantwortungsvolle kommunale Politik.

 

 

Lothar Franke, Stadtrat

 

 

Weitere Statements, Mitteilungen und Berichte finden Sie unter Presse auf dieser Seite.

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