Mit vereinten Kräften in die Landtagswahl

 

ASCHAFFENBURG. Die AfD zieht mit Klaus-Uwe Junker (Foto oben) und Alfred Sacher (Foto darunter) in den bayerischen Landtagswahlkampf. Die Partei hat ihren Kreisvorsitzenden Junker aus Hösbach zum Direktkandidaten für die bayerische Landtagswahl im Stimmkreis Aschaffenburg-Ost (601) gewählt. Zudem wurde Ex-Bundestagskandidat Andreas Kropp (Foto unten) aus Mömbris Direktkandidat für den Bezirkstag, wie der Kreisvorstand  mitteilte.

 

Kirchlich engagiert

 

Junker führt den rund 80 Mitglieder starken Kreisverband seit April 2016. Der 53-Jährige Familienvater ist von Beruf Holztechniker und kirchlich stark engagiert. Er ist Mitglied in der Vereinigung „Christen in der AfD“ sowie in der „Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung“ (KAB) und in der „Christlichen Arbeiterjugend“ (CAJ). Daher zählt er die Bereiche Soziales, Kirche, Arbeitswelt, Schule und Kultur zu seinen politischen Schwerpunktthemen. „Mir ist in der Region aber auch die Schaffung bezahlbaren Wohnraums wichtig und gleichzeitig die Stärkung des von Abwanderung bedrohten ländlichen Raums“, betonte Junker. Umwelt- und Verkehrsthemen will er im Wahlkampf ebenfalls besonders herausarbeiten.

 

Die AfD hat zudem Alfred Sacher aus Haibach zum Direktkandidaten für die Landtagswahl im Stimmkreis Aschaffenburg-West (602) gewählt. Ferner wurde Johannes Normann (Foto ganz unten) aus Mömbris Direktkandidat für den Bezirkstag.

 

Erfolg im ersten Wahlgang

 

Normann ist 49 Jahre alt und gelernter Bankkaufmann. „Ich möchte mich im Bezirkstag vor allem in der Gesundheitspolitik engagieren, damit die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum gewährleistet bleibt“, erklärte er.

 

Landtagsdirektkandidat Sacher ist 69 Jahre alt und von Beruf  Kraftfahrzeugmechaniker. Der heutige Rentner war 30 Jahre lang Mitglied der SPD sowie Mitglied der Gewerkschaft ÖTV (heute Verdi). Von 2003 bis 2013 war er dann Mitglied der CSU, bis ihm auch die politisch zu sehr nach links gerückt sei, wie er in der Bewerbungsrede betonte. In der AfD fand Sacher 2014 seine neue politische Heimat.

 

AfD soll konservativ bleiben

 

„Ich lege großen Wert darauf, dass in dieser Partei das konservative Profil erhalten bleibt“, sagte er und fügte hinzu: „Gleichzeitig muss sich die AfD aber stärker in Richtung der Interessen der Arbeiterschaft öffnen.“ Zu seinen Themenschwerpunkten zählt er daher die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Zudem müsse die Kriminalität, die sich in den täglichen Polizeimeldungen der Lokalpresse widerspiegle, konsequenter bekämpft werden.

Mit dem Stimmkreis Aschaffenburg-West hat die AfD jetzt in Unterfranken alle Direktkandidaten aufgestellt, teilte der Bezirksvorsitzende Christian Klingen mit, der auch Mitglied im Landesvorstand ist.

 

Zum Stimmkreis Aschaffenburg-West (602) gehören die Stadt Aschaffenburg sowie deren Landkreis-Gemeinden Glattbach, Haibach, Johannesberg, Mainaschaff sowie die Märkte Goldbach, Großostheim und Stockstadt.  

Zum Stimmkreis Aschaffenburg-Ost (601) gehören alle übrigen Landkreisgemeinden mit der Stadt Alzenau und den Märkten Hösbach, Mömbris, Schöllkrippen.  

 

Feist: Nicht     der Flüchtling   ist der Feind

 

HÖSBACH. „Nicht der Flüchtling ist der Feind, sondern der Staat der ihn hereinlässt“, erklärte der Diplom-Philosoph Peter Feist als Gastredner beim Infoabend des Aschaffenburger AfD-Kreisverbands in Hösbach. Gemeint war damit der politische Gegner, vor allem in Gestalt von CDU-Kanzlerin Angela Merkel, die seit 2015 mehr als eine Million Migranten entgegen deutschem und europäischem Recht massenhaft einreisen ließ. Gleichzeitig lebten in Deutschland Hunderttausende ausreisepflichtige abgelehnte Asylbewerber, die geduldet und nicht abgeschoben würden.

 

Militärhistoriker

 

Während es für Zuwanderer aus islamisch geprägten Ländern immer mehr Sonderrechte oder eine Toleranz durch Wegschauen gebe, gehe der Staat gegen Deutsche selbst bei kleinsten Rechtsverstößen konsequent vor, kritisierte der aus der ehemaligen DDR stammende Militärhistoriker. Für das AfD-nahe Christian-Wolff-Bildungswerk veranstaltet er Schulungen für Politiker. Als Berater der Partei ist er jedoch nicht Mitglied in der AfD, wie er betont.

„Jede Gesellschaft braucht einen ideologischen Kitt“ für den sozialen Zusammenhalt, betonte er vor rund 40 Zuhörern im Bürgersaal. Dieser Kitt sei bis etwa 1890 das Christentum gewesen. Nach dessen schwindender Bedeutung sollte laut Feist nach den beiden Weltkriegen Europa der neue Kitt sein. Aber auch der bröckelte schnell nach der Euro-Krise, der Schulden-Krise, dem Brexit und dem Asylchaos, zählte er auf und fügte hinzu: „Der neue Kitt ist der patriotische Nationalismus.“ So, wie man ihn schon in Tschechien, Ungarn, Polen oder Italien erlebe. Feist plädierte für eine Volksabstimmung, bevor man ein Einwanderungsgesetz auf den Weg bringt. In Deutschland müssten wieder „Vernunft, Recht und Ordnung“ herrschen. Genau dafür stehe die AfD. Universitäten und Medien müssten “entideologisiert“ werden.

 

"Grüne" Kanzlerin

 

Kreisvorsitzender Klaus-Uwe Junker, der in Aschaffenburg-Ost für den Landtag direkt kandidiert, kritisierte in seinem Vortrag zum AfD-Wahlprogramm, dass Merkel vor allem „wesentliche Projekte der Grünen umgesetzt hat“: vom Atomausstieg über die Aussetzung der Wehrpflicht bis zu den offenen Grenzen. Sie habe „in Deutschland Moral vor Recht gesetzt“, stellte er fest und hob hervor: „Nur die AfD hat diesen Linksschwenk gestoppt.“ Die Wahl in Bayern am 14. Oktober sei eine Richtungswahl.

Während bei den Altparteien alles von oben herab bestimmt werde, sei die AfD noch vollkommen basisdemokratisch. Das sei vor allem bei der Erarbeitung des  Landtagswahlprogramms der Fall gewesen.

 

Diplom statt Master

 

Darin wird unter anderem gefordert Polizei und Justiz zu stärken, kriminelle Migrantenclans und extremistische Krawallmacher härter zu verfolgen sowie Familien finanziell zu fördern und wieder Diplome statt Master einzuführen.

Mit den vier jugendlichen Zuhörern aus der linken Szene entspann sich am Schluss noch eine lebhafte Diskussion über Energie- und Bildungspolitik. Ein Reporter vom Main-Echo verfolgte den Info-Abend von Anfang bis Ende. „Das hätten wir uns bei früheren Veranstaltungen auch schon gewünscht“, meinte deswegen ein AfD-Besucher zu seinem Sitznachbarn. Fazit des informativen Abends: Angesichts der tropischen Raumtemperatur im Hösbacher Bürgersaal scheint die heiße Phase des Wahlkampfs bereits eröffnet. Und der politische Klimawandel hat längst eingesetzt. 

 

 

 

 

 

Junker gegen staatliche Beobachtung

 

ASCHAFFENBURG. Der Aschaffenburger AfD-Kreisvorsitzende und Landtagskandidat Klaus-Uwe Junker kritisiert Forderungen politischer Gegner nach Beobachtung seiner Partei durch den Verfassungsschutz. „Das sind rein wahltaktische verzweifelte Manöver, um dem Ansehen der AfD insgesamt zu schaden und speziell in den Landtagswahlkämpfen in Bayern und Hessen“, betonte er und wandte sich gegen eine „Instrumentalisierung des Verfassungsschutzes zum Kampf gegen demokratisch legitimierte Parteien“.

Neben den beiden Unions-Ministerpräsidenten Markus Söder und Volker Bouffier kämen solche Forderungen derzeit vor allem aus Bundesländern mit SPD, Grünen oder Linken in der Regierungsbeteiligung, wo sich die Landesämter für Verfassungsschutz in einer gewissen Weisungsabhängigkeit befänden, gab Junker zu bedenken und erinnerte daran, dass gerade Linke und Grüne häufiger schon die Abschaffung des Verfassungsschutzes gefordert haben. „Wenn es aber darum geht, ihn gegen die AfD einzusetzen, dann ist er plötzlich wieder eine willkommene Behörde“, sagte der Landtagskandidat aus dem Stimmbezirk Aschaffenburg-Ost.

 

Bekenntnis zum Grundgesetz

 

Die AfD verstehe sich eindeutig, auch laut Grundsatzprogramm, als Rechtsstaatspartei und stehe fest auf dem Boden des Grundgesetzes und der freiheitlichen Grundordnung, betonte er. „Wir sind die einzige Partei, die konsequent und für den Wähler glaubwürdig die Einhaltung geltender Gesetze einfordern“, erklärte Junker. Das gelte besonders für die AfD-Kritik an der anhaltenden Duldung massenhafter illegaler Grenzübertritte durch Migranten und Asylbewerber, die sich bereits in einem sicheren Drittstaat aufgehalten haben.

 

CSU im Sinkflug bei 36 Prozent

Die Umfragewerte der CSU seien inzwischen auf 36 Prozent abgesackt, die SPD in Bayern nähere sich der Zehn-Prozent-Marke und die Linken seien fern der Fünf-Prozent-Hürde. „Eine große Koalition aus den Verlierern in der Wählergunst versucht daher, zum Teil mit Unterstützung sympathisierender Medien, die AfD mit unlauteren Mitteln zu diskreditieren“, sagte Junker. Das werde aber erfolglos bleiben, denn die Bürger durchschauten längst solche taktischen Manöver und solidarisierten sich daher zunehmend mit der AfD, deren Umfragewerte in Bayern deutlich Richtung 15-Prozent-Marke reichten.

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