ASCHAFFENBURG, 21.12.2025. Die AfD-Mitglieder im Kreisverband Aschaffenburg haben ihren Schatzmeister Joachim Rausch aus Johannesberg zum Bewerber als Landrat im Landkreis Aschaffenburg und auf
Platz 1 der Bewerberliste für den Kreistag gewählt. Er möchte mit der AfD, die bei der Bundestagswahl deutlich zweitstärkste Kraft im Wahlkreis wurde, auch in der Kommunalpolitik eine starke
Alternative zu den anderen Parteien bieten.
Großer Rückhalt in der Partei
Joachim Rausch wurde auf Vorschlag seiner Kreistagskollegen ohne Gegenstimmen einstimmig gewählt. Der 66-jährige Dipl.-Ing. Elektrotechnik, der seit 2020 dem Kreistag im Landkreis Aschaffenburg
angehört, erzielte auch schon bei der Bundestagswahl als Direktkandidat gegen Andrea Lindholz mit 18,4 Prozent der Stimmen im Wahlkreis ein respektvolles Ergebnis. Er kandidiert auch in Haibach,
seinem Geburtsort, in dem er noch einen Zweitwohnsitz im Elternhaus hat, für den Gemeinderat. Dem Kreisvorstand gehörte Joachim Rausch schon vier Jahre als einer der Stellvertreter des
Kreisvorsitzenden an und seit Januar 2025 als Schatzmeister. Im Kreistag engagiert es sich für die AfD-Kreistagsfraktion im Bauausschuss, im Ausschuss Mobilität / ÖPNV und im
Rechnungsprüfungsausschuss.
Knappe Kommunalfinanzen
In Zeiten knapper Kommunalkassen richtet Joachim Rausch einen ersten Blick auf die Finanzen. „Der Kreis, wie der Bund auch, haben kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem.“ Er fordert den Bund
und das Land auf, endlich für die notwendige finanzielle Ausstattung der Kommunen zu sorgen, wozu sie gesetzlich sogar verpflichtet sind. Er legt aber den Finger auch auf die Ausgabenseite und
fordert für die Infrastruktur im Landkreis: „Hier sind uns der Substanzerhalt durch maßvolle Sanierungen wichtiger als ständig neue Ideen zu Vollsanierungen, Erweiterungen und Neubauten.“
Personal in die Wirtschaft statt in die Verwaltung
Zur ständig steigenden Staatsquote in der Beschäftigung fordert Joachim Rausch auch ein grundsätzliches Innehalten bei den Stellenmehrungen in der Verwaltung über das Jahr 2026 hinaus. Seit Jahren
digitalisieren wir und gelten als einer der Vorreiter in Bayern. Aber „Die Digitalisierung der Kreisverwaltung muss sich schlussendlich auch (im Personalaufwand) bezahlt machen“, so der
Landratskandidat.
Freie Fahrt für freie Bürger
„Die freie Wahl der Verkehrsmittel und das Fließen des Verkehrs ist uns ein wichtiges Thema:“ Joachim Rausch tritt für eine ausgewogene Form aller Verkehrsmittel ein, ohne einseitige Förderungen.
Er fordert den Öffentlichen Nahverkehr bedarfsgerecht zu erhalten ohne ihn auf „Teufel komm raus“ auf alle möglichen Schwachlastzeiten oder –strecken zu Lasten der Kreisfinanzen auszuweiten.
Windräder im Spessart?
„Ich bin grundsätzlich für Technologieoffenheit, beim Auto und auch bei der Energiegewinnung“, so unser möglicher Landrat. „Das gilt auch für Solar- und Windenergie, solange sie sich ohne
zusätzliche Steuersubventionen selbst trägt.“ Trotz der Ausweisung von Windvorranggebieten, kann das im Spessart aber nur bedingt so sein. Windenergieanlagen und Freiflächenphotovoltaik rechnen sich
bei unseren Umweltgegebenheiten für die Betreiber nur durch „Marktprämie“ und „Entschädigung nach EEG“. Diese bezahlen wiederum wir, die Steuerzahler, zusätzlich zu den Stromkosten. In den
Landschafts- und Naturschutzgebieten des Spessarts haben sie in der Regel nichts zu suchen. Sie sind nicht die Lösung für unsere hohen Energiekosten, sondern die Ursache. Ein kompletter Irrglaube ist
es, durch Wind- und Sonnenenergie den Landkreis energieautark zu gestalten, da sie nur mit zusätzlichen Speichern bedingt grundlastfähig sind. Sicher nicht am 20.12.2025, wo von 12:00Uhr bis 12:15Uhr
gerade mal 20% regional erzeugt wurden. Davon 4.361kWh Sonnenenergie und 0kWh Windenergie. Siehe [https://www.energiemonitor.de/landkreis-aschaffenburg].
Insgesamt sieht Joachim Rausch Windkraftanlagen als Leuchtfeuer einer verfehlten Energiepolitik. Schnell wird daraus, nach der Kernenergie, eine weitere Investitionsruine wenn zukünftige
Kraftwerkstechnolgien den Wind wieder frei machen für Drachensteigen und Segeln.
Prognosen sind schwierig
Auf die Frage, wie hoch die Chancen sind, den amtierenden Landrat nach den Kommunalwahlen abzulösen antwortet Joachim Rausch mit einem verschmitzten Lächeln: „Ich bin Ingenieur und Realist,
arbeite gerne mit Zahlen und Fakten. Ich möchte das aber mit Mark Twain beantworten: ‚Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen.‘ Unser Landrat Dr. Legler ist sehr beliebt.
Aber nicht überall. Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass die AfD stabil im Landkreis auf dem zweiten Platz liegt, bundesweit in einigen Umfragen sogar auf dem ersten? Ich halte alles für
möglich und möchte den Wählern im Landkreis nicht nur die Wahl, sondern auch eine starke Alternative bieten. Lassen wir uns überraschen …“
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Rede zum Haushalt im Kreistag am 15.12.2025
Zur Rede des stellv. Fraktionsvorsitzenden im Original-Wortlaut geht es hier:
Rede zum Haushalt 2026 auf Kreistag Aschaffenburg
Bewerberliste der AfD für den Kreistag Aschaffenburg
Bewerberliste auf Kreisrat Aschaffenburg