ASCHAFFENBURG, 21.12.2025. Die AfD-Mitglieder im Kreisverband Aschaffenburg haben ihren Schatzmeister Joachim Rausch aus Johannesberg zum Bewerber als Landrat im Landkreis Aschaffenburg und auf Platz 1 der Bewerberliste für den Kreistag gewählt. Er möchte mit der AfD, die bei der Bundestagswahl deutlich zweitstärkste Kraft im Wahlkreis wurde, auch in der Kommunalpolitik eine starke Alternative zu den anderen Parteien bieten.
Großer Rückhalt in der Partei
Joachim Rausch wurde auf Vorschlag seiner Kreistagskollegen ohne Gegenstimmen einstimmig gewählt. Der 66-jährige Dipl.-Ing. Elektrotechnik, der seit 2020 dem Kreistag im Landkreis Aschaffenburg angehört, erzielte auch schon bei der Bundestagswahl als Direktkandidat gegen Andrea Lindholz mit 18,4 Prozent der Stimmen im Wahlkreis ein respektvolles Ergebnis. Er kandidiert auch in Haibach, seinem Geburtsort, in dem er noch einen Zweitwohnsitz im Elternhaus hat, für den Gemeinderat. Dem Kreisvorstand gehörte Joachim Rausch schon vier Jahre als einer der Stellvertreter des Kreisvorsitzenden an und seit Januar 2025 als Schatzmeister. Im Kreistag engagiert es sich für die AfD-Kreistagsfraktion im Bauausschuss, im Ausschuss Mobilität / ÖPNV und im Rechnungsprüfungsausschuss.
Knappe Kommunalfinanzen
In Zeiten knapper Kommunalkassen richtet Joachim Rausch einen ersten Blick auf die Finanzen. „Der Kreis, wie der Bund auch, haben kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem.“ Er fordert den Bund und das Land auf, endlich für die notwendige finanzielle Ausstattung der Kommunen zu sorgen, wozu sie gesetzlich sogar verpflichtet sind. Er legt aber den Finger auch auf die Ausgabenseite und fordert für die Infrastruktur im Landkreis: „Hier sind uns der Substanzerhalt durch maßvolle Sanierungen wichtiger als ständig neue Ideen zu Vollsanierungen, Erweiterungen und Neubauten.“
Personal in die Wirtschaft statt in die Verwaltung
Zur ständig steigenden Staatsquote in der Beschäftigung fordert Joachim Rausch auch ein grundsätzliches Innehalten bei den Stellenmehrungen in der Verwaltung über das Jahr 2026 hinaus. Seit Jahren digitalisieren wir und gelten als einer der Vorreiter in Bayern. Aber „Die Digitalisierung der Kreisverwaltung muss sich schlussendlich auch (im Personalaufwand) bezahlt machen“, so der Landratskandidat.
Freie Fahrt für freie Bürger
„Die freie Wahl der Verkehrsmittel und das Fließen des Verkehrs ist uns ein wichtiges Thema:“ Joachim Rausch tritt für eine ausgewogene Form aller Verkehrsmittel ein, ohne einseitige Förderungen. Er fordert den Öffentlichen Nahverkehr bedarfsgerecht zu erhalten ohne ihn auf „Teufel komm raus“ auf alle möglichen Schwachlastzeiten oder –strecken zu Lasten der Kreisfinanzen auszuweiten.
Windräder im Spessart?
„Ich bin grundsätzlich für Technologieoffenheit, beim Auto und auch bei der Energiegewinnung“, so unser möglicher Landrat. „Das gilt auch für Solar- und Windenergie, solange sie sich ohne zusätzliche Steuersubventionen selbst trägt.“ Trotz der Ausweisung von Windvorranggebieten, kann das im Spessart aber nur bedingt so sein. Windenergieanlagen und Freiflächenphotovoltaik rechnen sich bei unseren Umweltgegebenheiten für die Betreiber nur durch „Marktprämie“ und „Entschädigung nach EEG“. Diese bezahlen wiederum wir, die Steuerzahler, zusätzlich zu den Stromkosten. In den Landschafts- und Naturschutzgebieten des Spessarts haben sie in der Regel nichts zu suchen. Sie sind nicht die Lösung für unsere hohen Energiekosten, sondern die Ursache. Ein kompletter Irrglaube ist es, durch Wind- und Sonnenenergie den Landkreis energieautark zu gestalten, da sie nur mit zusätzlichen Speichern bedingt grundlastfähig sind. Sicher nicht am 20.12.2025, wo von 12:00Uhr bis 12:15Uhr gerade mal 20% regional erzeugt wurden. Davon 4.361kWh Sonnenenergie und 0kWh Windenergie. Siehe [https://www.energiemonitor.de/landkreis-aschaffenburg].
Insgesamt sieht Joachim Rausch Windkraftanlagen als Leuchtfeuer einer verfehlten Energiepolitik. Schnell wird daraus, nach der Kernenergie, eine weitere Investitionsruine wenn zukünftige Kraftwerkstechnolgien den Wind wieder frei machen für Drachensteigen und Segeln.
Prognosen sind schwierig
Auf die Frage, wie hoch die Chancen sind, den amtierenden Landrat nach den Kommunalwahlen abzulösen antwortet Joachim Rausch mit einem verschmitzten Lächeln: „Ich bin Ingenieur und Realist, arbeite gerne mit Zahlen und Fakten. Ich möchte das aber mit Mark Twain beantworten: ‚Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen.‘ Unser Landrat Dr. Legler ist sehr beliebt. Aber nicht überall. Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass die AfD stabil im Landkreis auf dem zweiten Platz liegt, bundesweit in einigen Umfragen sogar auf dem ersten? Ich halte alles für möglich und möchte den Wählern im Landkreis nicht nur die Wahl, sondern auch eine starke Alternative bieten. Lassen wir uns überraschen …“
Am 13. Dezember 2025 haben die Mitglieder des AfD-Kreisverbandes Aschaffenburg ihre Bewerber für den Kreistag zu den Kommunalwahlen am 8. März 2026 aufgestellt
| Nachname, Vorname | Alter | Beruf | Ort |
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Rausch, Joachim Kreisrat |
66 | Dipl.-Ing. Elektrotechnik | Johannesberg |
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Junker, Klaus-Uwe Kreisrat |
61 | Holztechniker, pol. Referent | Hösbach |
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Sell, Bernhard Kreisrat, Gemeinderat |
67 | Polizeikommissar i.R. | Mainaschaff |
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Baumann, Jörg Mitglied des Landtags, |
44 | Polizeibeamter a.D. | Haibach |
| Kühnert, Nico | 50 | Maurer | Hösbach |
| Kriebel, Nicole | 48 | Techn. Sterilisationsassistentin | Mainaschaff |
| Meeh, Dieter | 62 | Gepr. Polier Hochbau | Großostheim |
| Gehlert, Frank | 55 | Projektleiter Sicherheitstechnik | Mömbris |
| Staab, Timo | 48 | Physiotherapeut | Goldbach |
| Spies, Hans-Bernd | 76 | Archivdirektor a.D. | Mainaschaff |
| Spang, Ingrid | 57 | Rentnerin | Kahl am Main |
| Reifenberger, Frank | 64 | Dipl. Pädagoge i.R. | Großostheim |
| Berz, Thorsten | 51 | Rentner | Mainaschaff |
| Jarisch, Wolfgang | 60 | Techniker | Mainaschaff |
| Kolck, Dietmar | 57 | Bankangestellter | Hösbach |
| Koonce, Jessica | 39 | Fleischereifachverkäuferin | Mainaschaff |
| Kaplar, Stefan | 58 | Energieanlagenelektroniker | Laufach |
| Braun, Bruno | 67 | Techn. Bundesbahnamtsrat a.D. | Stockstadt a. Main |
| Andretzki, René | 55 | Busfahrer | Mömbris |
| Öney, Talay-Yücesan | 27 | Staatl. gepr. Fremdsprachenkorrespondent | Mespelbrunn |
| Neumeier, Jürgen | 64 | Rentner | Alzenau |
| Zellermayer, Siegfried | 54 | Elektroingenieur | Kahl am Main |
| Mühlbacher, Benedikt | 38 | Geschäftsführer | Wenigumstadt |
| Sell, Susanne | 68 | Rentnerin | Mainaschaff |
| Hegmann, Roland | 68 | Rentner | Dammbach |
| von Chamier, Johannes | 42 | Airline Relation Manager | Hösbach |
| Staab, Bianca | 56 | kaufm. Angestellte | Laufach |
| Pfeifer, Patrick | 29 | Lokomotivführer | Goldbach |
| Andreas, Christoph | 38 | Maschinenbaukonstrukteur | Mömbris |
| Hofmann, Roland | 61 | Elektroingenieur | Mömbris |
| Dittmann, Jens | 60 | Industriemechaniker | Mainaschaff |
| Krausert, Daniel | 47 | Zerspanungsmechaniker | Goldbach |
| Kaiser, Egbert | 72 | Rentner | Großostheim |
| Vari, Laszlo | 79 | Dipl.-Ing. Elektrotechnik | Großostheim |
| Wagenhöfer, Günther | 71 | Rentner | Goldbach |
ASCHAFFENBURG. 15.12.2025. Zur Haushaltsdebatte für den Haushalt des Jahres 2026, der mit einem neuen Volumen von 271 Mio
Euro und trotz gleichbleibendem Hebesatz von 47,8 Prozent dank erhöhter Umlagekraft wiederum einen höheren Beitrag für die Gemeinden im Kreisgebiet bedeutet, trug der stellvertretende
Fraktionsvorsitzende der AfD-Fraktion Joachim Rausch mit seiner Rede zum Haushalt zur Debatte bei.
Im folgenden können Sie die Rede im Originaltext nachlesen, die bestenfalls verkürzt und eventuell entstellt in unserer regionalen Lokalzeitung wiedergegeben wird.
"Sehr geehrter Herr Landrat Dr. Legler,
sehr geehrter Herr Kämmerer Florian Stein,
werte Kollegen im Kreisrat,
liebe Verantwortliche und Mitarbeiter in der Verwaltung,
sehr geehrte Vertreter der Presse,
sehr geehrte Damen und Herren,
bei der Vorbereitung dieser Rede habe ich mir natürlich unsere Haushaltsreden der letzten Jahre angeschaut und irgendwie bleiben die großen Haushaltsthemen im Landkreis immer die Selben:
1. Es ist das Krankenhausdefizit
2. Die Kostensteigerungen im Öffentlichen Nahverkehr
3. Und der Sozialhaushalt, insbesondere die Jugendhilfe
Es ist mittlerweile eine Binsenweisheit: Der Kreis, wie der Bund auch, haben kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem. Nie dagewesene Steuereinnahmen, auch Zuschüsse aus den Sonderschulden des Bundes, in Orwellschem Neusprech als "Sondervermögen" bezeichnet. All das reicht gerade so, den Haushalt auszugleichen und die Nettoneuverschuldung konstant zu halten. Die Kreisumlage bleibt prozentual konstant, kostet aber die Gemeinden zusätzlich Geld bei gestiegenem Einkommen.
Vor dem Hintergrund dieser angespannten Haushaltslage des Landkreises und ständig wachsender Ausgaben muss zunächst die Ausgabenseite stabilisiert werden.
Und damit dürfen wir natürlich auch gleich schon 2026 anfangen.
Bei jedem Beschluss des Kreistages und seiner Ausschüsse ist die Auswirkung auf den Haushalt, auch der nächsten Jahre, stets mitzudenken.
Dabei ist Erreichtes zu erhalten und Neues auf die lange Bank zu schieben.
- Dabei geht es um die Infrastruktur im Landkreis, Wege, Stege, Straßen, Brücken, Verwaltungsgebäude, die Schulen, unser Krankenhaus. Hier sind uns der Substanzerhalt durch maßvolle Sanierungen wichtiger als ständig neue Ideen zu Vollsanierungen, Erweiterungen und Neubauten.
- Die Stellenmehrung in den Kreisverwaltungen muss dauerhaft enden. Wir begrüßen, dass im Haushalt keine neuen Stellen eingeplant werden. Das sollte auch zukünftig so bleiben. Die Digitalisierung der Kreisverwaltung muss sich schlussendlich auch bezahlt machen.
- Der Öffentliche Nahverkehr ist bedarfsgerecht zu erhalten ohne weitere Ausweitungen auf Schwachlastzeiten oder Schwachlaststrecken. Die ständig steigenden Kosten sind durch gezielte Begünstigung der Eigenwirtschaftlichkeit zu dämpfen.
Dabei übernehmen Busunternehmen Buslinien auf eigene Rechnung und Risiko und entlasten so den Kreishaushalt.
- Die ständig wachsenden Ausgaben der Jugendhilfe sind zu deckeln.
Die von den Schulen geforderte Stellenausweitung bei den JaS-Stellen für die Jugendsozialarbeit an Schulen ist eine pädagogische Tätigkeit und damit aus unserer Sicht Landesaufgabe. Die Kosten
hierfür sollte der Freistaat entsprechend übernehmen.
Die aktive Beteiligung der Eltern und Jugendlichen an der Verbesserung ihrer eigenen, sicher oft schwierigen Lebensumstände, ist mit Nachdruck einzufordern.
Stichwort: Fördern und fordern.
- Hin und her macht unsere Taschen leer. Daher sollten wir die Wenden bei der Mobilität und beim sogenannten Klimaschutz auf das allernotwendigste begrenzen. Natürlich müssen wir die Ziele der Nachhaltigkeit und des Umweltbewusstseins bei Investitionen weiter verfolgen, dabei aber immer die Wirtschaftlichkeit und unsere Wettbewerbsfähigkeit im Auge behalten.
- Die freie Wahl der Verkehrsmittel und das Fließen des Verkehrs ist uns ein wichtiges Thema: Den weiteren Umbau insbesondere von Durchgangsstraßen zur Verkehrsberuhigung und weiteren Tempobeschränkungen lehnen wir entschieden ab. Busse dürfen an den Haltestellen nicht auf der Straße stehen und die behindern die unterwegs sind, um unser Land am Laufen zu halten. Wir stellen uns deswegen gegen die Abkehr von Bushaltebuchten bei Straßenneubauten.
- Die Kommunen werden durch das Zuschusswesen von Bund und Land in immer neue Projekte gelockt, die typisch nur zu Beginn großzügig unterstützt werden, und später mehr und mehr selbst zu tragen sind. Ganz generell müssen wird nicht überall vorne dabei sein. Es ist die zweite Maus, die den Käse kriegt.
Zum Schluss noch ein paar Worte zum Defizit des Klinikums Aschaffenburg-Alzenau, das alle Jahre wieder, hälftig von Kreis übernommen wird.
Seit 2024 hat sich das Defizit sich von 40 Mio Euro
auf aktuell, in 2025, wohl an die 40 Mio Euro nicht wirklich reduziert.
Der prognostizierte Rückgang für 2026 auf 33,5 Mio Euro sehen wir noch eher als blasse Hoffnung.
Wir alle wollen eine gute medizinische Versorgung in einer gesundheitlichen Notlage. Jeder der eine Notaufnahme oder den Rettungsdienst in Anspruch nehmen muss, ist sicher heilfroh, ein Krankenhaus in der Nähe zu haben.
Die aktuell laufenden Einsparmaßnahmen erscheinen vernünftig, werden aber nicht annähernd ausreichen.
Hier muss der Bund die Krankenhausfinanzierung durch die angekündigte Krankenhausreform neu ordnen.
Aber auch wir können unseren Beitrag leisten. Der Geschäftsführer des Klinikums, H. Lehotzki, hat Widerstände aus dem politischen Raum gegen seine Einsparbemühungen beklagt.
Wir müssen dringend den Wettbewerbsnachteil unseres Klinikums gegenüber privaten Anbiedern reduzieren. Sonst wird das mit dem Erhalt des Klinikums in öffentlicher Hand nichts werden. Wir wollen den Erhalt ganz dringend und es gibt für uns keinen Grund, warum das nicht gelingen sollte, wenn wir es nur wirklich wollen.
Nach all der Sparsamkeit haben wir dann sicher die Mittel wieder Neues in Angriff zu nehmen. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.
Wir möchten unseren Landrat, H. Dr. Legler auffordern, seine Kontakte zu "seiner" Bayerischen- und auch "seiner" Bundesregierung zu nutzen, so dass wir in den Kommunen die finanzielle Unterstützung und auch die Gesetze erhalten, die wir brauchen. Denn, so habe ich habe es gelernt: Die Verwaltung arbeitet nicht ohne ein Gesetz und nicht gegen ein Gesetz, und so soll es auch bleiben.
Das Beste kommt zum Schluss: Trotz aller vorgetragener Sorgen sehen wir die unternommenen Anstrengungen unseres Kämmerers, Florian Stein, unseres Landrats Dr. Legler und aller Kollegen, die sich bemüht haben, einen vernünftigen Haushalt aufzustellen. Einen ausgeglichenen Haushalt ohne zusätzliche Schulden und ohne zusätzliche, zumindest prozentuale, Belastung unserer Gemeinden. Die AfD-Fraktion stimmt dem Haushalt des Landkreises Aschaffenburg für 2026 daher zu.
Ich sage vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit."
ASCHAFFENBURG. 9.12.2024. Zur Haushaltsdebatte für den Haushalt des Jahres 2025, der mit einem neuen Volumen von 256,1 Mio Euro und einem um sieben Punkten erhöhten Hebesatz von 52,1 Prozent erneut eine höhere Belastung für die Gemeinden im Kreisgebiet bedeutet, trug der Fraktionsvorsitzende der AfD-Fraktion Klaus-Uwe Junker mit folgenden hier im Original wiedergegebenen Worten zur Debatte bei:
"Sehr geehrter Herr Landrat Dr. Legler,
sehr geehrter Herr Kämmerer Florian Stein,
sehr geehrte Vertreter der Presse,
liebe Verantwortliche und Mitarbeiter in der Verwaltung,
werte Kollegen im Kreisrat,
sehr geehrte Damen und Herren,
lange Rede kurzer Sinn:
Die Vertreter der AfD-Fraktion haben in den Ausschüssen den Personaletat abgelehnt.
Sie haben den Sozialetat abgelehnt und sie haben den Jugendhilfeetat abgelehnt.
Damit lehnen wir auch den gesamten Haushalt, wie er heute zur Diskussion steht, ab.
Die Begründungen und die Punkte, die zu unseren Ablehnungen geführt haben, haben meine Kollegen in den Ausschüssen dargelegt und klar gemacht. Auch haben wir deutlich gemacht, wo wir etwas einsparen können. Beim Personal, bei der Schaffung neuer Stellen. Bei Schönwetterprojekten wie dem Biosphärenreservat und der Öko-Modell-Region. Beim ÖPNV. Bei der präventiven Jugendhilfe und im Sozialhaushalt.
Weil wir die Durchleitung von falscher Finanzpolitik in Bund und Ländern, weil wir die Fehlfinanzierung vom Bund über die Länder auf die Kommunen – hier auf unseren Landkreis - ablehnen. Der nun seinerseits um einen ausgeglichen Haushalt vorzulegen die Kreisumlage wieder anheben muss. Und damit die Gemeinden zwingt ihre Gebühren und Steuersätze anzuheben. Vor allem die Grundsteuer und die Gewerbesteuer.
Es trifft wieder die, die diesen Staat hier überhaupt am Leben halten. Die, die investieren, die vorsorgen, die arbeiten gehen und die, die sich schon etwas erarbeitet haben und sowieso schon zu viel Steuern zahlen.
Der Bund und die Länder haben kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem.
Ein Auszug aus dem Bundesfinanzministerium zur Regelung öffentlicher Finanzen.:
„Die Kommunen erfüllen wesentliche Aufgaben zur Daseinsvorsorge, u. a. im Bereich der kommunalen Verkehrswege, des öffentlichen Personennahverkehrs, der Energie‐ und Wasserversorgung, des Brand- und Katastrophenschutzes, des Sports sowie durch die Trägerschaft von Schulen, Kindergärten und anderen sozialen Einrichtungen. Die Länder sind dafür verantwortlich, den Kommunen eine für ihre Aufgaben adäquate Finanzausstattung zukommen zu lassen. Zuweisungen der Länder an die Kommunen stellen insofern eine bedeutende Finanzierungsquelle für die Kommunen dar.“
Und bei allem Respekt für unseren Kämmerer Florian Stein, unseren Landrat Dr. Legler und allen Kollegen, die sich in den Haushaltsberatungen bemüht haben einen vernünftigen Haushalt aufzustellen: Und genau hier hakt es.
In Land und Bund werden Gelder hinausgepulvert als gäbe es kein Morgen. Es werden Gelder verwendet – oder besser gesagt verschwendet -, für Aufgaben und Projekte, die überhaupt nicht zu den Aufgaben des Staates und die Daseinsvorsorge gehören. Aber bei der adäquaten Finanzausstattung seiner Kommunen gehen dem Staat und den Ländern das Geld aus.
Das tragen wir nicht mit.
In der Haushaltsdebatte wurde uns vorgeworfen, wir würden uns vor der Verantwortung drücken, die dieser Haushalt uns allen aufbürdet.
Das ist nicht richtig, das sehen wir anders. Selbstverständlich stehen wir mit in der Verantwortung, wenn heute eine Mehrheit hier im Rat diesen Haushalt verabschiedet. Mitgefangen – Mitgehangen.
Aber wir nehmen uns unsere gesetzlich garantierte Freiheit, diesen Verschuldungshaushalt von oben nach unten nicht durchzuwinken, sondern ein klares Signal nach oben zu schicken:
Wir lehnen es ab die fehlgeleitete Finanzpolitik durch die Hintertür der Gebühren und Gemeindesteuern wiederum nur dem arbeitenden Teil der Bevölkerung aufzubürden.
Wir lehnen es ab mit einem „Ja“ zum Haushalt dem Freistaat zu signalisieren: „Ja, macht weiter so, wir kriegen das schon hin.“
Nein! Wir kriegen das nicht hin und die Menschen in den Gemeinden kriegen das auch nicht hin.
Deswegen senden wir hier und heute das Signal, dass der Freistaat seinen verfassungsmäßigen Aufgaben nicht nachkommt und auch nicht gewillt ist, dies zu tun.
Wir lehnen die Mehrbelastung der Gemeinden ab, wir lehnen diesen Haushalt ab.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Und Ihnen allen gesegnete Weihnachten."
ASCHAFFENBURG. 5.02.2024. Zur Haushaltsdebatte im Plenum des Kreistages ist es üblich, dass die Fraktionssprecher eine Rede zum Haushalt halten.
In diesem Jahr war die Eröffnungsansprache des Landrates und manche Rede der Kollegen im Kreistag durch die Unterstützung
der "Demos gegen Rechts" geprägt mit mehr oder wenig klar verklausulierter Ablehnung der AfD als Partei.
Deswegen lies es sich gar nicht vermeiden, auch auf dieses - eigentlich kommunalfremdes - Thema einzugehen. Leider ist auch in einem Gremium mit 70+1 Kommunalpolitikern das Textverständnis manches
Kreisrates nicht unbedingt ganz so ausgeprägt. So kamen Zwischenrufe und Anmerkungen im Anschluss, die mit dem gesprochen Wort nichts zu tun hatten.
Was das Main-Echo über die Debatte berichtet, wissen wir (noch) nicht.
Deswegen - zum Verständnis und zur Transparenz - hier der Wortlaut im Original des Fraktionsvorsitzenden der AfD-Fraktion Klaus-Uwe Junker:
"Sehr geehrter Herr Landrat Dr. Legler,
sehr geehrter Herr Kämmerer Florian Stein,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Verantwortliche und Mitarbeiter im Landratsamt,
sehr geehrter Herr Pömmerl, Herr Breitenbach als Vertreter der freien Presse,
sehr geehrte Damen und Herren,
und wieder haben wir über einen Haushalt zu beschließen, der vor allem durch bundespolitische Entscheidungen wieder in Schieflage gerät. Eine Bundespolitik, die maßgeblich für die Ausgabensteigerungen hier im Landkreis verantwortlich ist. Um wieder mit den Worten unseres Landrates zu sprechen, es „sei noch keine Regierung so kommunalunfreundlich gewesen wie diese“. Damit hat er vollkommen Recht.
Ich nenne drei Punkte:
Der Bund hat kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem. Nie dagewesene Steuereinnahmen, aber demgegenüber ein maßloses Ausgeben mit falsch gesetzten Schwerpunkten.
Dem können wir uns als Landkreis nicht entziehen. Die Erträge sind weitestgehend stabil, die Aufwendungen steigen um knapp 3%.
Dass sich die Aufwendungen „nur“ um knapp 3% erhöhen ist dem Umstand geschuldet, dass man sich im Kreisrat zu Kürzungen von den sogenannten freiwilligen Leistungen verständigt und Sanierungen
verschoben hat.
Wir begrüßen ausdrücklich, dass unsere Anregung (Anfrage zum Thema vom 22.1.2024 08:55, Antwort im Kreisausschuss am 22.1.2024) mit einer Bezahlkarte für Flüchtlinge in der Verwaltung auf offene Ohren gestoßen ist und verfolgt wird.
Es sind weitere Sparbemühungen ersichtlich, die wir gerne positiv begleiten.
So sind wir mit den vorliegenden Zahlen nicht zufrieden. Es sind weiterhin Aufwendungen im Haushalt enthalten, die schmerzen. Sanierungen zu verschieben bedeutet auch höhere Lasten für die Zukunft.
Nach Otto von Bismarck, dem ersten Reichskanzler ist Politik die Kunst des Möglichen. In diesem Sinne sehen und verstehen wir das Ringen und das Bemühen um einen
ausgeglichenen Haushalt aller Beteiligten, der die Bürger und Gemeinden zwar wieder stärker in den Würgegriff nimmt, aber ihnen noch eine letzte Luft zum Atmen lässt. Zum Leben zu wenig und zum
Sterben zu viel.
Wir als AfD-Fraktion werden diesem Haushalt heute zustimmen.
Meine Damen und Herren, gestatten Sie mir noch eine frohe Botschaft innerhalb meiner Redezeit zum Schluss!
Eine frohe Botschaft, eine über die Sie alle, Sie als Mitglieder der selbsternannten „wahren demokratischen Parteien“ sich sehr freuen können:
Unsere Demokratie lebt. Ja! Sie ist sogar so lebendig wie schon lange nicht mehr!
Die Bürger in diesem Land fangen gerade erst an sich den Mief und den Mehltau von 18 Jahren alternativloser Politik abzuschütteln, die unser Land lähmt, Fortschritt und Eigeninitiative behindert und unsere kommunalen Finanzen dermaßen einschränkt, dass kein Platz und kein Geld mehr da ist für eigene Initiativen. Nur noch verwalten statt auch gestalten, wie Landrat Dr. Legler vorhin gesagt hat.
Demokratie – Die Herrschaft des Demos, des Volkes. Anstelle einer Autokratie, in der wenige über viele herrschen und sich mehr und mehr verfassungsmäßigen Beschränkungen entziehen.
Das Wesen einer lebendigen Demokratie ist der Wechsel der Vertreter, die Wahl und die Abwahl von Volksvertretern auf Zeit. Und nicht der Machterhalt von einmal Gewählten für unbestimmte Zeit.
Auf der einen Seite Demos gegen Rechts. Ja, selbstverständlich. Meinetwegen! Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Ja! Unbedingt! Auch wenn hier Regierungsmitglieder mitdemonstrieren. Für was eigentlich? Wollen die sich ein neues Volk wählen? Nach dem Motto: „Wird der Bürger unbequem, ist er plötzlich rechtsextrem?“
Auf der anderen Seite eine Reihe von neuen Parteien. Die AfD – Die Basis – Wir 2020 – Bündnis Deutschland – Neu die Sahra-Wagenknecht-Partei BSW – ganz neu die Werte-Union unter Ex-Verfassungsschutzpräsident Georg Maaßen. Der Erfolg der AfD in Wahlen und in Umfragen ist ein Zeichen dieser lebendigen Demokratie!
Ich finde es bemerkenswert, dass unser Landrat in seinem Gedenken an die Befreiung vom KZ Auschwitz ausschließlich von den Gefahren des Rechtsextremismus spricht und den Linksextremismus mit keinem Wort erwähnt. Egal, ob der Nationalsozialismus als links-, so die allgemeine gültige Ansicht der Historiker – oder als rechtsextrem bezeichnet wird. Ich spreche für die vier Mitglieder unserer AfD-Fraktion in diesem Kreisrat. Wir distanzieren uns von jeder Form des Extremismus. Ob von links oder rechts. In der Öffentlichkeit und innerhalb unserer eigenen Partei.
Zwei Drittel der aktuellen Legislatur sind vorbei. In zwei Jahren sind wieder Kommunalwahlen.
Und eines ist sicher: Die Zusammensetzung dieses Gremiums wird sich nach der Kommunalwahl 2026 wieder ändern. Das ist der demokratische Prozess. Das ist lebendige Demokratie, die wir alle so hoch halten und begrüßen. Eine beruhigende und frohe Botschaft in diesen turbulenten Zeiten.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit."
Pressemitteilung mit Aufforderung zur Gegendarstellung vom 24. Januar 2024
Main-Echo vom 24.1.2024: »Hetze« gegen AfD?
In seiner Ausgabe vom 24.1.2024 berichtet das Main-Echo unter dem Titel „»Hetze« gegen AfD?“ von einem „Streit“ zwischen Landrat Dr. Alexander Legler und dem Sprecher der AfD-Fraktion im Kreistag Klaus-Uwe Junker in der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses vom 22.1.2024.
Da der Berichterstatter des Main-Echo in dem spontanen Disput wohl nicht den ganzen Wortlaut der mündlichen Stellungnahme unseres Fraktionssprechers erfassen konnte und einige Passagen daraus sinnentstellend, unvollständig oder falsch widergegeben wurden, erwarten wir eine Gegendarstellung.
Dazu äußert sich unser Fraktionssprecher Klaus-Uwe Junker wie folgt:
„Zu dem Disput kam es in der Sitzung unter TOP 4 „Verschiedenes“.
Ich habe mich bei Herrn Landrat Dr. Legler über seine "undifferenzierte" Betrachtungsweise der Demonstrationen und der Berichterstattung zu einem gewünschten AfD-Verbot in seiner Eröffnung der öffentlichen Sitzung beschwert. Diese Demonstrationen beklagen nicht nur angeblichen „Hass und Hetze“ der AfD, sondern zeichnen sich explizit durch „Hass und Hetze“ gegen die AfD aus. Sie seien trotzdem durch die Meinungsfreiheit und das Versammlungsgesetz gedeckt.
Extrem linkes Main-Echo
Ich habe nicht vom "linksextremen" Main-Echo gesprochen, sondern vom "extrem linken" Main-Echo (ein rechtlich bedeutsamer Unterschied), als ich von der Themenwoche des Echos "die AfD muss verboten werden" gesprochen habe in der noch kein einziger AfD-Politiker mit einer Stellungnahme zu Wort kam. Der Begriff "Remigration" wurde im Bericht ganz weggelassen. Von dieser habe ich nämlich gesprochen. "Wer jahrelang illegale Migration zulässt, muss auch über Remigration sprechen.", so meine Worte. In meiner Einlassung zu Abschiebungen habe ich nicht von „solchen Leuten“ gesprochen, sondern von „Asylbewerbern ohne Bleibeperspektive“, die man gar nicht erst in Land lassen dürfte, wenn man keine Abschiebungen durchsetzen will.
AfD Positionen im Einklang mit der FDGO
Ich habe die Presseerklärung der Bundespartei zum Thema Potsdam vom 11.1.2024 erwähnt und das immer noch aktuelle AfD-Grundsatzprogramm von 2016 mit den Themen Einwanderung, Integration und Asyl verteidigt. Diese befinden sich selbstverständlich auch im Einklang mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Den vom Legler verwendeten Begriff "Deportation" habe ich deutlich abgelehnt und ihm widersprochen. Der sei von der Presse in der Berichterstattung zu Potsdam erfunden worden, um das Treffen zu diffamieren. Nicht einmal "correctiv" habe diesen Begriff in seinen „Enthüllungen“ verwendet. Dagegen habe ich mich verwehrt.
Presse erlaubt, aber ausgewogen!
Ich habe auch nicht behauptet, dass die Presse kein Recht hätte über ein privates Treffen zu berichten. Ich habe verlangt, dass sie im Falle der Berichterstattung sich nicht einseitig auf unbekannte Quellen und konspirativ erfasste Thesen beziehen darf ohne andererseits zu erwähnen wie die Teilnehmer sich hierzu geäußert hätten.
Leglers Oma darf bleiben!
Dass Landrat Legler meint, seine Oma sei von der AfD mit Abschiebung bedroht, ist bedauerlich. An dieser Meinungsäußerung lässt sich aber erkennen, zu welchen Gedankenkapriolen es kommt, wenn man nur Infos einer "Mainstreampresse" an sich heranlässt, die bewusst „Fake-News“ und „Desinformation“ als "Stilmittel" einsetzt um zu diffamieren, anstatt ausgewogen und neutral zu berichten. Aus keinem Satz in einem Wahlprogramm der AfD lässt sich dafür eine Begründung ableiten, dass wir "alle deutschen Staatsangehörigen mit ausländischen Wurzeln" ausweisen und abschieben wollten. Dies ist eine bösartige Unterstellung.“
Klaus-Uwe Junker
Sprecher AfD-Fraktion im Kreistag AB
Dankes- und Grusswort der AfD-Fraktion im Kreistag Aschaffenburg
zum Ehrenabend des Landkreises Aschaffenburg der Kreisbrandinspektion und des Kreisfeuerwehrverbandes im Kultur- und Sportpark Hösbach am 10. Februar 2023
Sehr geehrte Feuerwehrkameradinnen und –kameraden,
sehr geehrter Herr Kreisbrandrat Wissel,
sehr geehrter Herr Landrat Dr. Legler,
sehr geehrter Herr Altlandrat Roland Eller,
sehr geehrte Damen und Herren,
Es ist schon alles gesagt, aber nicht von jedem. Trotzdem konnte ich es mir verkneifen am gestrigen Ehrenabend um 22:15 Uhr noch zu einem weiteren Grußwort an Sie auf die Bühne zu kommen. In einem Moment, in dem Sie ein ganz anderes Dankeschön herbeisehnten. Ein kühles Bier und ein Steak.
Gratulation und unser herzlicher Dank
Dennoch möchte ich im Namen der AfD-Fraktion im Kreistag Aschaffenburg den heute Geehrten für 25, 40 und 50 Jahre Dienst in der Feuerwehr, den Empfängern des Bayerischen Feuerwehr-Ehrenkreuzes in Gold oder Silber sowie den mit der Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Geehrten meinen Glückwunsch und meinen herzlichen Dank aussprechen.
Ehrenamt weltweit
Ihr Dienst bei der Feuerwehr erfolgt ehrenamtlich, zusätzlich zu Beruf und Familie und anderen Vereinstätigkeiten. Sie sind bereit für Aus- und Fortbildung, Sie stellen einen Teil Ihrer Lebenszeit zur Hilfe und Unterstützung von Menschen, die in Not geraten sind und der Gesellschaft zur Verfügung.
Sie helfen nicht nur in der direkten Nachbarschaft, in Ihrer Gemeinde, wie es der ursprüngliche Gedanke der Feuerwehr war. Sie helfen im Katastropheneinsatz bayern- und bundesweit und mit der Unterstützungszusage von unserem Kreisbrandrat Frank Wissel zur Erdbebenhilfe aus weltweit, jetzt in Syrien und in der Türkei.
Tiefster Respekt
Ihr Dienst, Ihr Einsatz ist nicht planbar. Er wird von Ihnen von jetzt auf gleich, aus dem Nichts, mitten aus anderen Tätigkeiten und Beschäftigungen heraus erbracht. Das ist das Besondere im Gegensatz zu vielen anderen Ehrenämtern.
Dafür kann man nicht genug danken, dafür spreche ich Ihnen meinen tiefsten Respekt aus.
Wir als Kreisräte sind neben Ihren Dienstherrn in den Gemeinden für die finanzielle Ausstattung der Feuerwehren zuständig. Eine Aufgabe, der wir über Fraktionsgrenzen hinweg gerne nachkommen.
Vernachlässigte Daseinsvorsorge
Einen Punkt möchte ich gerne noch herausstellen. Herr Wissel hat es in seiner Ansprache gestern angesprochen, dass er sich eine höhere finanzielle Beteiligung des Freistaates Bayern an Um- und Neubauten von Feuerwehrhäusern wünscht und diese für erforderlich hält, um die Feuerwehren im Landkreis wehrtauglich zu halten. Wir unterstützen dieses Anliegen und werden uns im Rahmen unserer Möglichkeiten dafür einsetzen.
Wir halten es insbesondere deswegen für notwendig, da die Feuerwehren immer mehr ehrenamtlich zur Unterstützung bei eigentlich staatlichen Aufgaben herangezogen werden. Über Ihren Slogan „Löschen – Retten – Bergen – Schützen“ hinaus. Gerade im Hinblick auf die Versorgung der Allgemeinheit mit Notstromhotspots und Nothilfe im Falle von Blackouts, die deswegen in den Bereich des Möglichen kommen, da der Staat die Infrastruktur, eine zuverlässige und beständige Energieversorgung, kurz die Daseinsvorsorge immer mehr vernachlässigt.
Wir brauchen Sie mehr als Sie uns
Deswegen möchte ich zum Schluss noch einmal meinen Dank an Sie herausstellen und Ihnen eines mitgeben: Wir in Politik und Gesellschaft brauchen Sie, Ihren Dienst, Ihre Bereitschaft mehr, als Sie uns brauchen. Daran werden wir denken und Sie bitten: Machen Sie weiter, machen Sie Jugendarbeit, bilden Sie aus, führen Sie andere zur Feuerwehr heran. Wir unterstützen Sie gerne!
Klaus-Uwe Junker, Vorsitzender AfD-Fraktion im Kreistag Aschaffenburg, 11.2.2023
ASCHAFFENBURG. 5.12.2022. Zur Haushaltsdebatte im Plenum des Kreistages ist es üblich, dass die Fraktionssprecher eine Rede zum Haushalt halten.
Hier der Wortlaut im Original des Fraktionsvorsitzenden der AfD-Fraktion Klaus-Uwe Junker:
Sehr geehrter Herr Landrat Dr. Legler,
sehr geehrter Herr Kämmerer Florian Stein,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Verantwortliche und Mitarbeiter im Landratsamt,
sehr geehrter Herr Müller als Vertreter der freien Presse,
sehr geehrte Damen und Herren,
technisch ist der uns zur Entscheidung vorliegende Haushalt einwandfrei. Unser Kämmerer Florian Stein hat mit seinem Team und der Verwaltung unter Führung von unserem Landrat Dr. Alexander Legler eine hervorragende Arbeit gemacht.
Doch stehen wir in diesem Haushaltsjahr vor einer Zeitenwende. Dies wurde in den Diskussionen zum Haushalt deutlich.
Grund dafür ist eine Rot-Gelb-Grüne-Sozialistische Bundesregierung, die diesem Haushalt ihren Stempel aufdrückt. Um mit den Worten unseres Landrates zu sprechen, es „sei noch keine Regierung so kommunalunfreundlich gewesen wie diese“. Damit hat er Recht.
Eigentlich hatte unser Chef des Kreistages in der Legislatur ausgegeben, dass wir in diesem Gremium nicht über die Bundes- und Landespolitik sprechen, sondern uns nur mit unseren Kommunal-Themen beschäftigen. Daran haben wir uns im Prinzip gehalten. Aber da wir als Landkreis direkt über Schlüsselzuweisungen, Aufgabenstellungen und Ordnungsbehörde vor Ort von den politischen Entscheidungen in Bund und Land direkt abhängig sind, können wir die Politik dort auch nicht ausblenden. Gerade im Haushalt, wenn es darum geht, wie wir diese Aufgaben mit immer weniger Mitteln bewältigen.
So haben einige Räte und Bürgermeister hier im Hinblick auf die Haushaltlage der Kommunen und den Aufgaben durch die Politik die ein oder andere Wortmeldung losgelassen, in denen ich glaubte, ein Parteimitglied der AfD sprechen zu hören. Opposition vom Feinsten. Das hat uns sehr gefreut, zeigt es doch, dass wir parteiübergreifend manchmal doch die gleichen Gedanken haben.
Doch worum geht es denn konkret aus Haushaltssicht?
Dies alles sind erhebliche Mehr-Aufwendungen, die der steuerzahlende Bürger nun über die Kommunen und die Kreisumlage stärker selbst finanzieren muss. Damit sind wir nicht einverstanden.
Wenn wir zustimmen, diese Aufgaben über unseren Haushalt zu finanzieren, akzeptieren wir diese Regelungen und stimmen ihnen zu. Wie uns der Landrat in der Sitzung des Kreistages am 5. Oktober zur Frage des Rechtskreiswechsels der Ukraine-Flüchtlinge erläuterte, bleibt uns gar nichts anderes übrig. Die vom Bund geschaffene Rechtslage können wir nicht ändern. Letztendlich werden die Zahlungen verpflichtend eingefordert werden.
Aber wir können diesen Regelungen widersprechen. Man nennt das neudeutsch „Ein Zeichen setzen“, was ja als Symbolpolitik bei den etablierten Parteien sehr hoch im Kurs ist. Zeichen setzen, anstatt Realpolitik zu machen.
Den Sozialhaushalt haben wir in der Sitzung des Sozialausschusses am 21. November bereits abgelehnt. Wir sind in unserem Handeln nicht der Bundesregierung gegenüber rechenschaftspflichtig, sondern unseren Wählern. Deswegen setzen wir als AfD-Fraktion heute ein Zeichen und verweigern diesem Haushalt für das Jahr 2023 unsere Zustimmung.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
ASCHAFFENBURG. 19.10.2022. Zur Haushaltsdebatte 2023 bewegte uns die Frage, ob eine Fortführung des Baus der Ortsumgehung Pflaumheim bei der von der Bundesregierung betriebenen und von den meisten Bürgern akzeptierten Abkehr von der individuellen Mobilität noch einen vernünftigen Zweck verfolgt. Vor allem wollten wir wissen, wie sich ein Ausstieg oder eine Verschiebung des Projekts auf den Haushalt 2023 auswirkt.
Deswegen stellten wir am 19. Oktober 2022 folgende Anfrage:
Sehr geehrter Herr Landrat Dr. Legler,
die AfD-Fraktion hat im November 2020 aus Überzeugung für die Ortsumgehung Pflaumheim gestimmt und sieht diese als unabdingbar in der heutigen Verkehrssituation. Unser Motto lautet „Freie Fahrt für freie Bürger“, was alle Verkehrsteilnehmer einschließt, ob mit dem PKW, mit dem Motorrad, dem Fahrrad, mit Bussen und Bahnen, dem ÖPNV, als Fußgänger. Jeder sollte mit dem für ihn geeigneten Verkehrsmittel zügig, ohne Umwege und Hindernisse zu seinem jeweiligen Ziel kommen können. Dies ist Ausdruck individueller Mobilität, die jahrzehntelang Maxime in der deutschen Verkehrspolitik war.
Jedoch betreiben die etablierten Parteien heute im Bundestag und EU-Parlament massiv eine Politik zur Einschränkung der individuellen Mobilität. Dadurch stehen wir heute bereits in einer Zeitenwende!
Es wird die Abschaffung von Verbrennungsmotoren propagiert (vom EU-Parlament mittlerweile beschlossen) und die Elektromobilität subventioniert ohne jedoch Strom oder die Infrastruktur dafür im derzeitigen Ausmaß der Mobilität zur Verfügung zu haben.
Die Preissteigerungen für Energie (Treibstoffe und Strom) treiben die Kosten für die individuelle Mobilität in noch nie gekannte Höhen, viele Bürger werden sich diese heute schon und in Zukunft nicht mehr im gewohnten Maße leisten können.
Diese Politik ist nicht neu, sie ist nicht durch den Rußland-Ukraine-Konflikt ausgelöst worden. Sie wurde in den Reden von Politikern der Grünen, der SPD, der CDU/CSU der Linken lange in Erwägung gezogen und angekündigt.
Eine deutliche Mehrheit der Bürger in Großostheim, dem Landkreis und der Bundesrepublik unterstützt diese Politik oder hat diese zumindest zuletzt im September 2021 so gewählt.
So stellt sich die Frage, ob Prognosen der Verkehrsentwicklung noch zutreffen, die wir vor zwei Jahren bei der Entscheidung für die Ortsumgehung Pflaumheim berücksichtigt haben. Ob es unter diesen Voraussetzungen eine Verlagerung von Verkehr in diesem Maße noch braucht.
Darüberhinaus unterstützt auch eine deutliche Mehrheit der Bürger die Politik der Bundesregierung, die Deutschland zum Sozialamt der Welt macht, womit die für die Infrastruktur notwendigen Mittel nicht mehr im gewohnten Maße zur Verfügung stehen. Das merken wir jetzt auch im Haushalt des Kreises, beispielsweise mit der Erhöhung der Ausgaben für das Jobcenter, die wir auch im Hauhalt 2023 berücksichtigen müssen.
Ist also ein solcher Invest in neue Infrastruktur und die neue Ortsumgehung noch sinnvoll und zeitgemäß?
Deswegen stellen wir die folgende Anfrage:
Im Falle, dass sich der Kreistag in seiner Sitzung am 5. Dezember 2022 für einen Ausstieg aus der Ortsumgehung Pflaumheim entscheidet:
Wir bitten um Beantwortung dieser Fragen bis Donnerstag, 10. November 2022.
Diese drei Wochen sollten ausreichen, um zumindest eine grobe Einschätzung zu unseren Fragen abzugeben und die grundsätzliche Frage nach Ausstieg oder Weiterführung bewerten zu können.
Der Termin 10. November ergibt sich auch aus dem Zeitplan zur Verabschiedung des Haushalts 2023. So könnte das Thema auch auf die TO der Sitzung des Kreisausschusses am 14. November 2022 gesetzt und beraten werden.
ASCHAFFENBURG. 7.3.2022. Zur Haushaltsdebatte im Plenum des Kreistages sprechen die Fraktionssprecher der im Kreistag vertretenen Parteien zum Haushalt und zu politischen Schwerpunkten ihrer Politik im Kommunalparlament.
Hier der Wortlaut im Original des Fraktionsvorsitzenden der AfD-Fraktion Klaus-Uwe Junker in der Sitzung vom 7. März 2022 zum Haushalt 2022:
Sehr geehrter Herr Landrat Dr. Legler,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Verantwortliche und Mitarbeiter im Landratsamt
sehr geehrte Damen und Herren,
In Anbetracht einer picke-packe-vollen Tagesordnung möchte ich mich kurz fassen.
Der Haushalt 2022 ist wieder überwiegend fremdbestimmt, mit fixen Ausgaben, auf die wir politisch kaum einen Einfluss haben. So ergibt sich wenig Spielraum für eigene Belange.
Mit der Entnahme aus den Finanzausgleichsrückstellungen zum Ausgleich des Haushalts sind in einem Jahr unsere Reserven aufgebraucht, die über Jahre aufgebaut wurden.
So ist vorausschauend eine Erhöhung des Hebesatzes für die Kreisumlage für 2023 unausweichlich und bereits angekündigt.
Das kann man den Gemeinden und Bürgern vermitteln, wenn es darum geht Geld für eine bessere Infrastruktur und Vernetzung zu verwenden. Ob im Verkehr, in der Daseinsvorsorge oder im Digitalen. Ob durch bessere und flexiblere Verkehrsverbindungen, die einen Gewinn an Zeit und Kosten erbringen. Und dadurch eine höhere Lebensqualität für den Einzelnen.
Wir kommen in TOP 6 darauf zurück, wenn wir über das Regionale Mobilitäts- und Siedlungsgutachten 2035 REMOSI sprechen, das gute Ansätze und Ideen enthält. Welche aber auch zu enormen Investitionen führen werden. Diese unterstützen wir als AfD-Fraktion im Kreistag prinzipiell.
Auf der anderen Seite ist eine Erhöhung der Kreisumlage nicht zu rechtfertigen und es ist den Gemeinden und Bürgern nicht zu vermitteln, wenn wir unsere Ausgaben für Ideologie- oder Klientelpolitik erhöhen.
Dies betrifft unter anderem Ausgaben in die sogenannten Erneuerbaren Energien oder Kompensationszahlungen zur Erreichung des sogenannten „klimaneutralen Landkreises“. Erneuerbare Energien, die zwar „nice to have“ sind, aber nichts zur Grundlastsicherung beitragen und somit als sichere energetische Basis für eine stabile und prosperierende Industrie und Handwerk nicht zur Verfügung stehen.
Wir werden die Entwicklungen hierzu kritisch begleiten. Dafür sehen wir in der Zukunft wenig bis keinen finanziellen Spielraum. Und wir werden dies immer wieder deutlich machen.
Wir werden uns für eine Kreispolitik einsetzen, die die individuellen Bedürfnisse der Bürger ernst nimmt und ihnen Platz einräumt. Eine Politik der Gleichberechtigung unterschiedlicher Interessen. Keine Politik der Gleichmacherei. Und keine Fantasterei.
Dem vorliegenden Haushalt für das Jahr 2022 stimmen wir als Fraktion der Alternative für Deutschland zu!
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
ASCHAFFENBURG. 2.2.2022. Am 1. Februar haben die Medien berichtet, dass es im Ermessen der örtlichen Gesundheitsämter liegt, die ab 16. März geltende Impfpflicht im Gesundheitswesen umzusetzen oder auch nicht.
Hierzu haben die AfD-Stadt- und Kreisräte einen offenen Brief an den Landrat und Vollzugszuständigen Dr. Legler geschrieben mit der Bitte das Gesundheitsamt anzuweisen, dass die ungeimpften Beschäftigten im Gesundtheitswesen auch nach dem 16. März zur Arbeit kommen und eingesetzt werden dürfen und somit die Impfpflicht in Stadt und Landkreis Aschaffenburg auszusetzen.
Hier das Schreiben im Wortlaut:
Sehr geehrter Herr Landrat Dr. Legler,
wir, die AfD-Stadt- und Kreisräte in Stadt und Landkreis Aschaffenburg, möchten Sie als Vollzugszuständiger des Gesundheitsamtes Aschaffenburg mit diesem offenen Brief auffordern, die Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen in Stadt und Landreis Aschaffenburg mittels Weisung an das Gesundheitsamt dahingehend nicht umzusetzen, dass keine Berufsverbote ab dem 16. März 2022 für ungeimpfte Beschäftigte ausgesprochen werden.
Wie die Medien gestern berichteten, hat das Bundesgesundsheitsministerium gestern bekannt gegeben, dass eine Weiterbeschäftigung als ungeimpfter Arbeitnehmer im Gesundheitswesen möglich ist, solange das örtliche Gesundheitsamt nicht einschreitet.
Viele sowohl passiv als auch aktiv betroffene Bürger sind besorgt über die drohende Beschäftigungslosigkeit im Pflegebereich und einem daraus folgenden Pflegenotstand. Ab dem 16. März 2022 sind Unternehmensleitungen verpflichtet, das Gesundheitsamt zu benachrichtigen, wenn ein Nachweis für Arbeitnehmer gemäß Satz 1 des § 20a (2) IfGS nicht vorgelegt werden kann, einschließlich der personengebundenen Daten. In der Folge kann das Gesundheitsamt diesen Arbeitnehmern gemäß §20a (5) IfGS untersagen, die Räume der Betriebsstätte zu betreten und dort die berufliche Tätigkeit auszuüben.
Es ist allgemein bekannt, dass schon vor „Corona“ die personelle Lage in den Pflegeberufen mehr als angespannt gewesen ist. Es wird einfach jeder einzelne dringend gebraucht. Zur Abwendung eines nun drohenden Pflegenotstands besteht der gesetzlich mögliche Ausweg für das Gesundheitsamt diese Kann-Bestimmung nicht umzusetzen. Es liegt auf der Hand, dass der Gesetzgeber sich durch die Gestaltung des Gesetzestextes an dieser Stelle als Kann-Vorschrift etwas gedacht hat. Möglicherweise hat er nicht ausschließen wollen, dass eine große Zahl der im Gesundheitswesen Beschäftigten an ihrem Grundrecht der körperlichen Unversehrtheit festzuhalten bereit ist und auf eine Impfung mit inzwischen erwiesenermaßen fragwürdiger Wirkung und drohenden erheblichen Nebenwirkungen verzichtet. Im dann ungünstigsten Fall eines Pflegenotstandes ist eben dieser durch eine Aussetzung dieser Bestimmung vermeidbar.
Somit würden Sie sich mit der Aussetzung dieser Regelung streng an die gesetzlichen Vorgaben halten, in welchen die Verantwortung zur Durchsetzung ganz klar an das regionale Gesundheitsamt delegiert ist.
Wir fordern Sie auf und bitten Sie eindringlich, Ihren Amtseid für den Schutz der Bevölkerung ernst zu nehmen und sich für die Bürger einzusetzen, um einen drohenden personellen Notstand im Gesundheitswesen abzuwenden. Geben Sie den ungeimpften Arbeitnehmern, deren Kollegen, die deren Arbeit zusätzlich miterledigen müssten sowie den Arbeitgebern mit Ihrer baldigen Entscheidung eine vernünftige Planungsgrundlage.
Die Stadt- und Kreisräte der AfD in Aschaffenburg (Stadt und Land)
Klaus-Uwe Junker, Joachim Rausch, Jörg Baumann, Bernhard Sell (Kreisräte), Falko Keller, Ramona Storm (Stadträte)
Pressemitteilung der AfD-Fraktion im Kreistag.
AfD-Kreistagsfraktion spricht dem Christopher-Street-Day den amtlichen Charakter ab und protestiert gegen die vorgenommene Beflaggung am Landratsamt ohne die Deutschlandfahne
ASCHAFFENBURG 13.7.2021. Die Beflaggung an öffentlichen Gebäuden ist bayernweit in einer Verwaltungsanordnung geregelt. Den Kreisverwaltungsbehörden ist ein Spielraum gegeben, zu besonderen Anlässen eine eigene Beflaggung vorzunehmen. Die ist aber auf Fälle zu beschränken, die eine amtliche Anteilnahme rechtfertigen. Genau diese Rechtfertigung sieht die AfD für den Christopher Street Day nicht gegeben, da dieser Tag keinen amtlichen und offiziellen Charakter hat, sondern der CSD in der Stadt Aschaffenburg – und nicht im Landkreis – nur auf Initiative einer privaten Jugendinitiative gefeiert wird, die ihn in der Regel als Demonstration anmeldet.
Weiterhin schreibt das Land Bayern den Kreisverwaltungsbehörden vor, grundsätzlich die bayerische Staatsflagge, der Bundesflagge und, soweit möglich, die Europaflagge gemeinsam zu setzen. Auch gegen diese Regel hat das Landratsamt mit der vorgenommenen Beflaggung am 12. Juni 2021 verstoßen, da es nur mit der Landkreisfahne, flankiert von zwei Regenbogenfahnen beflaggt hat. Die Kreistagsfraktion wirft dem Landrat vor, damit eine Loslösung aus der staatlichen Ordnung zu signalisieren und die Unterordnung unter den Wunsch, zuvorderst der Grünen Jugend, auf die Deutschlandfahne in Zukunft ganz zu verzichten.
Im Übrigen stehe gerade die Deutschlandfahne mit ihren Farben Schwarz/Rot/Gold für die der Regenbogenflagge zugedachten Werte, so der Sprecher der AfD-Kreistagsfraktion Klaus-Uwe Junker, und zitiert in seiner Stellungnahme an den Landrat den Art. 3, Absatz 3 des Grundgesetzes: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“
Faktionssprecher Junker weiter: „Als AfD brauchen wir keine farbenfrohen Zeichen wie die Regenbogenflagge u.a. für Respekt, Toleranz und Weltoffenheit. Uns ist die Deutsche Fahne bunt genug. Uns genügen gelebter Respekt und gelebte Toleranz viel mehr. Vor allem was auch Respekt und Toleranz gegenüber Andersdenkenden in der politischen Debatte betrifft, den gerade die oft vermissen lassen, die am lautesten mit der Regenbogenfahne wedeln. Respekt und Toleranz haben dort ihre Grenzen, wo gegen unsere Werte und gegen unsere Gesetze verstoßen wird.
Zur Verabschiedung des Haushaltes in der Sitzung des Kreistages am 30.11.2020 ist es üblich, dass die Fraktionssprecher eine Rede zur politischen Situation und zum Haushalt im Plenum halten. Dieser Aufgabe haben wir uns gestellt.
Das Manuskript der Rede unseres Fraktionsvorsitzenden Klaus-Uwe Junker möchten wir hier veröffentlichen:
Sehr geehrter Herr Landrat Dr. Legler,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Verantwortliche und Mitarbeiter im Landratsamt
sehr geehrte Damen und Herren,
die Alternative für Deutschland ist seit Mai diesen Jahres das erste Mal im Kreistag Aschaffenburg vertreten. Es ist etwas Anderes, Einzelbeschlüsse von außen zu kritisieren oder am Gesamtpaket mitzuarbeiten. Dieser Verantwortung stellen wir uns gerne, was wir dank dem Votum unserer Wähler auch in allen maßgeblichen Ausschüssen tun dürfen.
Als der Fraktionssprecher der AfD möchte ich mich auch im Namen meiner Fraktionskollegen zunächst einmal bedanken. Bei Ihnen und vor allem bei den Mitarbeitern in der Verwaltung. Für die Unterstützung, für die Beantwortung unserer Nachfragen und für den doch überwiegend respektvollen und professionellen Umgang miteinander. Das ist nicht selbstverständlich, deshalb: vielen Dank!
Zum Haushaltsentwurf 2021 möchte ich ein paar Punkte herausheben.
Wir sehen mit Sorge, dass der Haushalt immer mehr fremdbestimmt ist.
Trotzdem sehen wir den Haushaltsentwurf für 2021 im Rahmen der Möglichkeiten und Spielräume, die der Landkreis selbst darin hat, als solide, vernünftig und ausgewogen an.
Dazu möchte ich kurz unsere Position erläutern.
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Landkreis steht auch dank der guten Arbeit diese Gremiums in den vergangenen Jahren relativ gut da und ist attraktiv für Bürger und
Wirtschaft.
Umweltaspekte haben schon immer eine große Rolle gespielt.
Dank der großen Spessartfläche in unserem Kreisgebiet, dank einer besonnenen forstwirtschaftlichen Nutzung. Auch dank der verantwortlichen landwirtschaftlichen Nutzung in Kahlgrund und Bachgau. Dank
dem erheblichen Engagement vieler Landkreisbürger. Dafür allen und an Sie meinen Respekt!
Wir arbeiten kritisch und verantwortungsvoll in den Ausschüssen mit. Wir lernen noch in der Kommunalpolitik und sehen unser Ziel nicht darin, mit einer möglichst großen Anzahl von Anträgen
aufzufallen. Sondern wir werden uns dann einbringen, wenn wir auch etwas zu sagen haben.
So werden wir uns für eine Kreispolitik einsetzen, die die individuellen Bedürfnisse der Bürger ernst nimmt und ihnen Platz einräumt. Eine Politik der Gleichberechtigung unterschiedlicher Interessen. Keine Politik der Gleichmacherei.
Dem vorliegenden Haushalt für das Jahr 2021 stimmen wir als Fraktion der Alternative für Deutschland zu!
Ihnen und Ihren Familien wünsche ich in diesen schweren Zeiten großen Zusammenhalt und einen klaren Blick für die Vorgänge in Politik und Gesellschaft. Bleiben Sie kritisch, denken Sie selbst.
Bleiben Sie gesund und lassen Sie sich sozial nicht isolieren!
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
Das einzige Gremium in dem wir Fraktionsstatus erreicht haben, ist der Kreistag im Landkreis Aschaffenburg, in dem wir durch Jörg Baumann, Klaus-Uwe Junker, Joachim Rausch und Bernhard Sell vertreten sind. Bereits am 20. April hat sich die Fraktion gegründet. Zum Fraktionsvorsitzenden wurde Klaus-Uwe Junker und als Stellvertreter Joachim Rausch gewählt. Die Fraktion hat sich eine Geschäftsordnung gegeben.
Am 11. Mai 2020 hat sich der neu gewählte Kreistag konstituiert.
Die AfD ist in folgenden Ausschüssen des Kreistages vertreten:
- Kreisausschuss
- Bauausschuss
- Umwelt und Klimaschutz
- Mobilität und ÖPNV
- Personalausschuss
- Schul-, Sport- und
Kulturausschuss
- Kreisentwicklung, kommunale
Zusammenarbeit und Tourismus
- Sozialausschuss
- AG ÖPNV Region Bayrischer
Untermain
- Ausländerbeirat
- Beirat für Digitalisierung:
Das vorläufige amtliche Endergebnis steht fest (Stand 18.03.2020, 11:37)
Ergebnis: AfD 6,41%
Die AfD wird mit vier Sitzen im Kreistag vertreten. Quelle: ok-vote.de
1. Jörg Baumann, Haibach
2. Klaus-Uwe Junker, Hösbach
3. Bernhard Sell, Mainaschaff
4. Joachim Rausch, Haibach
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5. Andreas Kropp, Mömbris (Nachrücker)
6. Johannes Normann, Mömbris (Nachrücker)
7. Dr. Hans-Bernd Spies, Mainaschaff (Nachrücker)
8. Oleg Koberstein, Heigenbrücken (Nachrücker)
9. Maximilian Maier, Haibach (Nachrücker)
Klaus-Uwe Junker
Vorsitzender des Kreisverbandes Aschaffenburg
Spitzenkandidat auf der Kreistagsliste
Klaus-Uwe Junker, 55 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier Töchter, gelernter Schreinermeister und Holztechniker ist heute in Aschaffenburg als Process Engineer in einem großen Unternehmen in der Automobilzuliefererindustrie tätig. Der AfD-Kreisvorsitzende ist im Vorstand der KAB Schmerlenbach als Kassier und damit auch in die Belange der Arbeitnehmerbewegung eingebunden.
Er möchte der AfD in der Zusammenarbeit mit den anderen Parteien im Kreistag ein positives Gesicht geben. Durch die unausgewogene Berichterstattung in den Medien sei ein Bild über die AfD in den Köpfen der Menschen entstanden, das mit der Realität und den politischen Inhalten der Partei nicht viel zu tun hat.
Unsere gewählten Kandidaten auf der AfD-Liste für den Kreistag: